Tourismus & Hotellerie
Rekordsaison, steigende Kosten – was bleibt unterm Strich?
Österreichs Wintertourismus boomt. Aber Nächtigungen sind nicht Gewinn.
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54,25 Millionen Nächtigungen von November bis Februar – der höchste Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1974. Österreichs Hoteliers schreiben Geschichte. Warum das allein noch keine gute Nachricht ist.
Der Anruf beim Steuerberater, der Blick in die letzte Excel-Tabelle, das Gefühl: „Irgendwie war es ein guter Winter.“ Viele österreichische Hoteliers kennen das. Die Saison war voll, die Häuser besetzt und trotzdem bleibt am Ende weniger übrig als erwartet.
Die Zahlen, die Statistik Austria aktuell veröffentlicht hat, würden eigentlich Grund zur Freude geben. 18,09 Millionen Nächtigungen allein im Februar 2026 – ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die gesamte bisherige Wintersaison, von November 2025 bis Februar 2026, wurden insgesamt 54,25 Millionen Nächtigungen registriert – der höchste bisher erhobene Wert für diesen Zeitraum.
Rekord. Und trotzdem bleibt eine Frage offen: Was kommt davon tatsächlich beim Betrieb an?
Wer trägt das Wachstum und wer nicht
Das Plus kommt vor allem aus dem Ausland: Die Nächtigungen internationaler Gäste stiegen in den ersten vier Wintermonaten um 7,1 Prozent auf 42,83 Millionen. Gäste aus Deutschland legten um 6,6 Prozent zu, aus den Niederlanden um 8,8 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür: Die deutschen Winterferien fielen 2026 vollständig in den Februar, während sie im Vorjahr teilweise in den März gefallen waren.
Inländische Gäste hingegen entwickelten sich rückläufig – im Februar 2026 mit einem Minus von 4,5 Prozent.
Das ist kein Alarmsignal, aber ein Signal. Wer seinen Betrieb primär auf österreichische Stammgäste ausrichtet, hat von dieser Rekordsaison weniger mitbekommen als die Zahlen vermuten lassen.
Was die Nächtigungsrekorde nicht zeigen
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat die Herausforderungen durch steigende Kosten, insbesondere bei Energie und Personal, ausdrücklich benannt. Diese Kosten sind in den vergangenen Jahren strukturell gestiegen und sie gehen nicht automatisch zurück, wenn die Nächtigungszahlen steigen.
Till Schäfer, Managing Director Finance bei Falkensteiner Hotels & Residences, hat das in einem Gespräch mit profitize so formuliert: „Umsatz ist wie Schnee – er sieht gut aus, aber verdeckt alles.“ Der Schnee schmilzt. Und dann sieht man, was darunterliegt.
Für viele Betriebe liegt darunter: Personalkosten, die in Spitzenwochen überproportional gestiegen sind. Fixkosten, die mitgewachsen sind. Und fehlende Vergleichswerte, die zeigen würden, ob die eigene Kostenstruktur noch im Rahmen liegt.
Was diese Saison jetzt wert ist
Rekordsaisonen schaffen Spielraum. Aber keine Klarheit darüber, wie gut der eigene Betrieb tatsächlich aufgestellt ist. Die Nächtigungsstatistik sagt nichts darüber aus, wie hoch die Personalkostenquote in den Februarwochen war. Nichts darüber, welche Kostenpositionen überproportional mitgewachsen sind. Und nichts darüber, ob das Ergebnis dem entspricht, was bei dieser Auslastung möglich gewesen wäre.
Hoteliers, die diese Saison nicht nur statistisch, sondern betriebswirtschaftlich auswerten, gehen besser vorbereitet in den Sommer und mit einem klaren Bild davon, wo die eigenen Hebel liegen.
Der Rekord ist da. Die Frage ist, was man daraus macht.
Über profitize
profitize ist eine KI-gestützte Finanzplanungs- und Analyseplattform für Hotels. Die Plattform verbindet Daten aus PMS, Kassensystem, Buchhaltung, Energieversorger und HR-Systemen auf einer Oberfläche und übersetzt sie in klare Kennzahlen, frühzeitige Warnmeldungen und konkrete Handlungsempfehlungen.
Hotelbesitzer und Hotelmanager erhalten damit nicht nur einen Blick auf ihre aktuellen Zahlen, sondern ein Steuerungsinstrument: mit Forecasts, Budgetplanung, Cashflow-Analyse und Branchenvergleich. Entwickelt für unabhängige und familiegeführte Betriebe, die ihre Ergebnisse verbessern wollen – ohne Controlling-Studium.
Quellen
Statistik Austria, Beherbergungsstatistik Februar 2026 (veröffentlicht 26.03.2026)
faktum.at: „Wintersaison 2026 bringt starken Aufschwung“, 26.03.2026
Salzburger Nachrichten: „Neuer Tourismusrekord: Nächtigungen in der Wintersaison legten ordentlich zu“, 26.03.2026
profitize Investor Talk mit Till Schäfer, Managing Director Finance, FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group
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