Finanzmanagement
Hotelkosten im Griff
5 Kennzahlen für mehr Profitabilität
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Diese fünf Kosten-Kennzahlen helfen dir, Personalkosten, Wareneinsatz und Fixkosten im Hotel besser zu analysieren und gezielt zu optimieren.
In der ersten Folge dieser Serie ging es um klassische Hotel-Kennzahlen wie ADR, RevPAR oder GOP. Dieses Mal liegt der Fokus bewusst auf der Kostenseite.
Denn steigende Energiepreise, höhere Personalkosten und volatile Nachfrage zeigen: Nicht der Umsatz allein entscheidet über den Erfolg eines Hotels, sondern wie gut die Kosten im Griff sind.
Wer seine Hotelkosten regelmäßig analysiert, erkennt Einsparpotenziale frühzeitig, kann gezielt optimieren und gewinnt finanzielle Stabilität. Schon wenige Kennzahlen reichen aus, um Transparenz zu schaffen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Hier sind fünf zentrale Kosten-Kennzahlen, die Hoteliers im Blick behalten sollten.
1. Personalkostenquote im Hotel
Die Personalkostenquote zeigt, welcher Anteil des Gesamtumsatzes für Gehälter und Lohnnebenkosten aufgewendet wird.
Formel:
Personalkostenquote = Personalkosten ÷ Gesamtumsatz × 100
Praxisbeispiel:
Ein Monat läuft mit 100.000 € Umsatz. Die Personalkosten liegen bei 35.000 €.
→ Personalkostenquote = 35 %
Steigt diese Quote spürbar, ohne dass die Auslastung oder Servicequalität zunehmen, lohnt sich ein genauer Blick auf Dienstplanung, Überstunden oder Prozessabläufe.
Nutzen im Alltag:
Die Kennzahl hilft dir, Personaleinsatz und Nachfrage zusammenzudenken - nicht erst am Monatsende, sondern laufend.
2. Wareneinsatzquote (F&B-Kostenquote)
Die Wareneinsatzquote zeigt, wie viel Prozent des F&B-Umsatzes für Lebensmittel und Getränke ausgegeben werden.
Formel:
Wareneinsatzquote = Wareneinsatz ÷ F&B-Umsatz × 100
Praxisbeispiel:
F&B-Umsatz: 40.000 €
Wareneinsatz: 14.000 €
→ Quote = 35 %
Lag die Quote im Vorjahr bei 30 %, machen diese fünf Prozentpunkte einen deutlichen Unterschied in der Jahresprofitabilität. Ursachen können höhere Einkaufspreise, größere Portionsgrößen oder Lagerverluste sein.
Nutzen im Alltag:
Die Kennzahl macht Margenveränderungen sichtbar, bevor sie sich unbemerkt summieren.
3. Fixkosten pro verfügbarem Zimmer
Diese Kennzahl zeigt, welche Fixkosten unabhängig von der Belegung pro Zimmer anfallen - etwa Pacht, Versicherungen, IT-Verträge oder Grundgehälter.
Formel:
Fixkosten pro Zimmer = Fixkosten ÷ Anzahl verfügbarer Zimmer
Praxisbeispiel:
Fixkosten im Monat: 50.000 €
25 Zimmer
→ 2.000 € Fixkosten pro verfügbarem Zimmer
Diese Zahl verdeutlicht, wie hoch der strukturelle Kostendruck deines Betriebs ist – unabhängig davon, ob Zimmer verkauft werden oder leer bleiben.
Nutzen im Alltag:
Sie hilft, Fixkostenblöcke gezielt zu hinterfragen und die eigene Abhängigkeit von hoher Auslastung realistisch einzuschätzen.
4. Break-even-Auslastung im Hotel
Die Break-even-Auslastung zeigt, ab welcher Belegung dein Hotel seine Fixkosten deckt. Grundlage ist der Deckungsbeitrag pro belegtem Zimmer - also Umsatz minus variable Kosten pro Zimmer.
Vereinfachte Berechnung:
Break-even belegte Zimmer = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro belegtem Zimmer
Break-even-Auslastung = belegte Zimmer ÷ verfügbare Zimmer × 100
Praxisbeispiel:
Fixkosten im Monat: 50.000 €
Deckungsbeitrag pro Zimmernacht: 100 €
→ 500 belegte Zimmernächte notwendig
Bei 25 Zimmern über 30 Tage (750 verfügbare Zimmernächte) entspricht das rund 67 % Auslastung.
Nutzen im Alltag:
Diese Kennzahl schafft Klarheit. Du weißt genau, ab welchem Punkt dein Betrieb wirtschaftlich arbeitet und wann Handlungsbedarf besteht.
5. Kosten pro belegtem Zimmer
Diese Kennzahl zeigt, was dich ein belegtes Zimmer tatsächlich kostet.
Formel:
Kosten pro belegtem Zimmer = Gesamtkosten ÷ belegte Zimmer
Praxisbeispiel:
Gesamtkosten im Monat: 80.000 €
Belegte Zimmernächte: 800
→ 100 € pro belegter Zimmernacht
Sinkt die Belegung, steigen die Kosten pro Zimmer automatisch, selbst wenn sich an der Kostenstruktur wenig ändert. Genau deshalb ist diese Kennzahl so aufschlussreich.
Nutzen im Alltag:
Sie hilft dir zu beurteilen, ob deine Preise deine tatsächlichen Kosten decken, oder ob deine Marge unter Druck gerät.
Kostenkontrolle schafft unternehmerische Ruhe
Kostenoptimierung im Hotel bedeutet nicht, überall zu sparen. Es bedeutet, bewusst zu steuern.
Mit diesen fünf Kennzahlen erkennst du:
- ob dein Personaleinsatz wirtschaftlich sinnvoll ist
- ob dein Wareneinsatz effizient arbeitet
- wie hoch dein struktureller Fixkostenblock ist
- ab welcher Auslastung dein Hotel profitabel arbeitet
- und wie stark die Belegung deine Stückkosten beeinflusst
profitize unterstützt dich dabei, deine relevanten Finanz- und Kostenkennzahlen zentral zu bündeln, transparent darzustellen und in den richtigen Kontext zu setzen.
Statt Zahlen aus PMS, POS, HR-System oder Buchhaltung manuell in Excel zusammenzuführen, laufen alle relevanten Daten zentral zusammen. So erkennst du Entwicklungen nicht erst am Monatsende, sondern laufend.
Steigen etwa Personalkosten schneller als Umsatz oder Auslastung, wird sichtbar, ob die Produktivität pro belegtem Zimmer sinkt. Abweichungen vom Budget - etwa bei Wareneinsatz oder Energie - werden früh markiert, bevor sie sich über mehrere Wochen summieren.
So entsteht kein Zahlenfriedhof, sondern ein klares Frühwarnsystem für Kostenentwicklungen.Und genau das schafft unternehmerische Sicherheit im Alltag.
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