Interview: Was zählt, ist der Überblick
Wie kann ein Hotel langfristig profitabel bleiben, wenn Kosten steigen, Märkte schwanken und Entscheidungen schneller getroffen werden müssen? Das Südtiroler Start-up profitize setzt genau hier an. Die Gründer erzählen, warum Hotelbetreiber heute präzise Forecasts, fundierte Analysen und smarte Steuerung brauchen – und wie sie all das in einer einzigen Plattform vereinen.
Interviewer: Simon, Michael – was hat euch dazu bewegt, eine Finanzplattform speziell für die Hotellerie zu entwickeln?
Simon: Viele Hotels sind inzwischen hochkomplexe Betriebe mit verschiedenen Einnahmequellen, wechselnden Saisonen und unterschiedlichsten Kostenstrukturen. Was uns aufgefallen ist: Die Systeme zur Steuerung dieser Komplexität – also echte, integrierte Finanzlösungen – fehlen oft. Wir wollten ein Werkzeug schaffen, das genau hier ansetzt.
Michael: Genau. In vielen Gesprächen mit Eigentümern wurde deutlich, dass die vorhandenen Systeme oft nur Teilbereiche abdecken. Aber das Hotel als Ganzes braucht eine Lösung, die Zusammenhänge sichtbar macht: zwischen Kosten, Auslastung, Personaleinsatz, Energieverbrauch und Ertrag. Und zwar in einer Form, die man täglich nutzen kann – für fundierte, unternehmerische Entscheidungen.
Interviewer: Was bietet profitize konkret?
Michael: profitize bringt alle relevanten Finanzdatenquellen auf einer einzigen, intuitiven Plattform zusammen – von PMS und POS über Buchhaltung und Bank bis zu Energie und HR. Wir konsolidieren die Daten und liefern daraus automatisiert Forecasts, Budgetvergleiche und Benchmarks.
Simon: Man sieht auf einen Blick: Wo stehe ich? Wo läuft es besser oder schlechter als geplant? Was passiert, wenn sich bestimmte Parameter ändern? All das passiert in Echtzeit – mit Hilfe unserer KI, die Muster erkennt, Entwicklungen vorhersagt und konkrete Hinweise gibt.
Mark: Dabei war uns besonders wichtig: Die Plattform muss so intuitiv sein, dass man sie gerne nutzt – und zwar regelmäßig. Wir bieten keine klassische Software-Lösung, sondern ein modernes, visuelles Tool, das auf die Denkweise von Hotelunternehmern zugeschnitten ist.
Interviewer: Wer nutzt profitize typischerweise?
Simon: Unsere Nutzer sind Eigentümer, Geschäftsführer, Hotelmanager – also Menschen mit strategischer Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung eines oder mehrerer Betriebe.
Michael: Und für genau diese Zielgruppe ist es entscheidend, verlässliche, tagesaktuelle Informationen zu haben – ohne sich durch fünf Tools oder endlose Excel-Dateien zu klicken. Mit profitize bekommt man eine zentrale Übersicht – vom operativen Cashflow bis zum strategischen Forecast.
Interviewer: Mark, wie unterstützt euch die KI konkret dabei?
Mark: Die KI ist unser Analyse- und Prognosemotor. Sie lernt aus den betriebsspezifischen Daten, erkennt Abweichungen und Entwicklungen – und liefert daraus konkrete Vorschläge: zum Beispiel, wann Budgets neu bewertet werden sollten oder wie sich Veränderungen im Pick-up auf den Monatsabschluss auswirken.
Mark: Wichtig: Die Nutzer behalten immer die Kontrolle. Die KI ist ein intelligenter Sparringspartner – sie gibt Empfehlungen, keine automatisierten Befehle. Wir sehen sie als Co-Pilot: präsent, vorausschauend, beratend.
Interviewer: Wie verändert profitize den Blick auf das eigene Unternehmen?
Simon: Viele unserer Kunden berichten, dass sie mit profitize zum ersten Mal ihre Zahlen wirklich verstehen. Und das verändert die Perspektive: Man trifft Entscheidungen früher, überlegter – und auf Basis valider Daten, nicht aus dem Bauch heraus.
Michael: Unser Ziel ist nicht, Tools zu ersetzen – sondern den Überblick zurückzugeben. Wer seine Finanzdaten versteht, kann seinen Betrieb aktiv gestalten. Und das ist gerade in volatilen Zeiten wie diesen ein enormer Wettbewerbsvorteil.
Interviewer: Und wohin soll die Reise gehen? Was ist eure langfristige Vision?
Michael: Wir möchten der verlässliche Co-Pilot für jeden Hotelier und Restaurantbesitzer sein – nicht nur bei der Finanzplanung, sondern perspektivisch auch in angrenzenden Bereichen wie Einkauf, Energie oder Personalproduktivität. Die Plattform soll mitwachsen – mit dem Betrieb, den Anforderungen und der Verantwortung.
Mark: Technologisch entwickeln wir profitize kontinuierlich weiter – mit dem Ziel, die Plattform noch intelligenter und individueller zu machen. Ziel ist es, Entscheidungsträger noch besser dabei zu unterstützen, frühzeitig fundierte Maßnahmen abzuleiten – abgestimmt auf ihre spezifische Betriebssituation.
Simon: Aber im Kern bleibt unser Versprechen gleich: Wir bringen Klarheit. Und helfen Hoteliers dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen – für stabile Gewinne, gesunde Betriebe und einen unternehmerischen Alltag mit weniger Unsicherheit.
Interviewer: Vielen Dank euch für das Gespräch!